Entwicklung

Die eigentliche Neu- und Weiterentwicklung des Dorfes begann 1989 nach der Eröffnung der Autobahn A 210 Kiel-Rendsburg. Mit dem Rückbau der B202 in der Ortsdurchfahrt (1991/92) wurde der Start zum Bau der Ortskanalisation verknüpft.

Gleichzeitig wurde die Aufstellung von neuen B-Plänen für Wohnbebauung (B-Plan 5: An der Ziegelei) und Gewerbebebauung (B-Plan 4: Mühlenweg) beschlossen.

Mit der LSE (Ländliche Struktur- und Entwicklungsanalyse) in den Jahren 1996/97 wurde der Grundstein für die Zukunftsplanung der Gemeinde gelegt. Mit 7 anderen Gemeinden aus 3 verschiedenen Ämtern wurde der ländliche Raum zwischen den großen Einzugszentren Kiel und Rendsburg untersucht. Die LSE wurde mit großer Unterstützung der Einwohner in 4 AG erarbeitet. Die Ergebnisse flossen bei der Landesplanung in den neuen Regionalplan ein, der in diesem Jahr in Kraft treten soll. Bredenbek erhält hier ein (V), d.h. eine besondere Versorgungsfunktion. Gemäß den Ergebnissen der LSE entschied sich die GV einstimmig für ein interkommunales Gewerbegebiet an der Autobahnanschlussstelle A210-Bredenbek. Der Vertrag mit den Gemeinden Bovenau und Felde wurde im Februar 2000 abgeschlossen.

Der Beschluss zur Aufstellung eines Landschaftsplanes wurde 1995 gefaßt. Der Antrag dazu war bereits 1993 gestellt worden. Der Landschaftsplan wurde parallel zur 2. ÄndF-Plan bis zum Jahr 1998 mit sehr guter Zusammenarbeit mit allen Landwirten erstellt und einstimmig in der GV verabschiedet.

Aus der 2. ÄndF-Plan ergibt sich die Neuausrichtung des Dorfes. Wohngebiete sollen in Ortskernnähe ein Zusammenwachsen der einzelnen Ortsteile ermöglichen. Gewerbe soll je nach Größe und Emission am Ortsrand oder direkt an der Autobahnanschlussstelle entstehen.

Straßen und Wege werden dem Charakter des Dorfes entsprechend geplant und gebaut. Wanderwege entstehen in wassergebundener Bauweise ohne Versiegelung. Die Straßen in den Wohnbaugebieten der B-Pläne werden z.B. als "Alte Dorfstraße" gepflastert. Es werden standortgerechte Bäume und Pflanzen, Streuobstwiesen mit alten Obstbaumsorten als Ausgleichsflächen im B-Plan selbst gepflanzt. Der Bachlauf der Bredenbek (z.Zt. noch teilweise verrohrt) wurde bereits in der 2. ÄndF-Plan beidseitig mit einem Schutzstreifen versehen.

Der überörtliche Radweg an der K67(früher B202) wird beidseitig durch die Ortslage auf der gepflasterten Mischverkehrsfläche(Fußgänger/Radfahrer) geführt.

Aus den verschiedenen Ortsteilen kann man auf dafür geschaffenen Wanderwegen in das Rolfshörner Holz in Richtung Westensee wandern.

Der gesamte Ortskern wurde in den Jahren 1991 bis 1997 an die Zentrale Ortsentwässerung angeschlossen. Das Hauptpumpwerk fördert das Schmutzwasser zum Klärwerk des Amtes Achterwehr nach Holzkoppel/Quarnbek. Um eine bessere Aufbereitung des Schmutzwassers zu erreichen wurde auf eine eigene Klärteichanlage verzichtet und eine Druckrohrstrecke nach Holzkoppel gebaut. Aufgrund von Bodenuntersuchungen wurde festgestellt, dass es im Ortskern der Gemeinde nicht möglich ist, Regenwasser versickern zulassen. Deshalb wurde mit der Schmutzwasserentsorgung eine Regenwasserleitung verlegt. Über verschiedene Regenrückhaltebecken wird das Oberflächenwasser je nach Lage an der Wasserscheide Westensee/Eider zum Moorgraben in Richtung Westensee oder in die Bredenbek in Richtung Eider geleitet.

Die Trinkwasserversorgung wurde in der Gemeinde bisher von kleinen Gemeinschaftswasserwerken oder Einzelbrunnen sichergestellt. In den Neubaugebieten werden größere Einheiten entstehen, die später zusammengeschlossen werden können. Bereits beim B-Plan 8 (Jasminweg) wurde auf den Brunnen des B-Plan 2 (1974) zurückgegriffen. Dieser wurde erweitert und umgebaut, so dass jetzt beide Gebiete daraus versorgt werden und weitere Anschlusskapazitäten bestehen.

Die Trinkwasserversorgung im B-Plan 5A wurde für 220 Versorgungseinheiten ausgelegt und kann somit alle zukünftigen B-Pläne am Rolfshörner Weg sowie die vorhandenen Einzelbrunnen aufnehmen.

Bredenbek liegt in der Mitte zwischen Kiel und Rendsburg. Als öffentlicher Nahverkehr stehen z.Zt. nur die Busverbindungen der Autokraft in beide Richtungen zur Verfügung. Diese Busse werden auch von den Schülerinnen und Schülern für die Fahrt zu den Realschulen und Gymnasien in Rendsburg und Kiel benutzt. Die Fahrten zur Hauptschule in Felde werden durch einen Buspendelverkehr des Schulverbandes in dem die Gemeinde Mitglied ist sichergestellt. Die Grundschule ist und bleibt im Ort.

Durch die Gemeinde führt die Bahnstrecke Kiel-Rendsburg. Der Bahnhof im Ortsteil Kronsburg wurde stillgelegt und von der Bahn verkauft. In Zusammenhang mit der Planung des interkommu-nalen Gewerbegebietes ist die Gemeinde an Planungen einer neuen Haltestelle unter der Brücke am Rolfshörner Weg interessiert. Dies wurde bereits in mehreren Stellungnahmen für die Zukunft und Weiterentwicklung (zuletzt beim Regionalplan) des öffentlichen Nahverkehrs gefordert. Dieser Standort eignet sich insbesonders für die Ausweisung eines Park- und Ride-Angebotes Richtung Naturpark Westensee sowie zu den Orten Trentrade, Haßmoor und Emkendorf.

Nach dem Erwerb des ehemaligen Raiffeisengeländes im Ortskern der Gemeinde im Jahre 1993 konnte hier in den Jahren 1995-1998 ein neuer Ortskern geschaffen werden. Hier wurde von der Gemeinde eine Stichstraße (Poststr.) errichtet. Dadurch konnte der ortsansässige Kaufmann den Supermarkt um mehr als 600m2 Verkaufsfläche erweitern.

Weiterhin konnte sich hier ein junger Arzt niederlassen.

Auf der Restfläche wurde eine Seniorenwohnanlage mit 23 Wohneinheiten und 4 Gewerbeeinheiten errichtet. Hier wurden erfolgreich ein Frisör, eine Praxis für Krankengymnastik und eine Krankenpflege für ambulante sowie Tagespflege angesiedelt. Insgesamt wurden hier dadurch rd. 30 Arbeitsplätze im ländlichen Raum geschaffen.

Durch den Erhalt und Ausbau der Gaststätte "Gasthof Krey" mit Saalbetrieb wurden weitere Arbeitsplätze gesichert bzw. entstanden neu.

Der Kindergarten für 2 Gruppen wurde 1999 in Betrieb genommen, dadurch enstanden 4 neue Arbeitsplätze. Durch eine geplante Erweiterung des Kindesgartens um 1- 2 Gruppen werden weitere Arbeitsplätze entstehen.

Durch eine rasche Entscheidung der GV im Jahre 1998 konnte die Straße "Walcott Weg" gebaut werden und dort ein Post-Briefverteilzentrum errichtet werden. Von dort wird die Post durch 12 ZustellerInnen in Bredenbek und in den Gemeinden rund um Bredenbek ausgeliefert und verteilt.

Seit 1990 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Brandshagen in Mecklenburg-Vorpommern. Neben persönlichen und freundschaftlichen Kontakten von etlichen Einzelpersonen und Familien wird diese Partnerschaft ganz besonders vom Sportverein und der Grundschule gepflegt. Im jährlichen Wechsel besuchen die Schüler und Schülerinnen der 3./4. Klasse sich für eine Woche. Zu den Sportturnieren gehört mindestens eine Mannschaft des jeweils anderen Vereins.

Seit Juli 1997 existiert eine Partnerschaft - die erste in Schleswig-Holstein - mit der Gemeinde Walcott in Iowa/USA. Seit dieser Zeit folgten auch hier die Besuche in jährlichen Wechsel. Zwar sind die Kontakte der Schule und der Vereine nicht so ausgeprägt wie nach Brandshagen, dafür sind aber noch mehr persönliche Kontakte und Freundschaften geschlossen worden. Und der Kontakt wird über Medien wie e-Mail und Telefon gehalten. Diese Partnerschaft gibt den Menschen die Chance, die plattdeutsche Sprache zu pflegen, weil plattdeutsch in beiden Gemeinden "die" Sprache neben der Muttersprache ist.

Seit Ende 1996 ist die Gemeinde Mitglied im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB). Über den SHHB und ASHHS (American Schleswig-Holstein Heritage Society) werden zudem noch weitere Kontakte in Amerika geknüpft, die über die Partnergemeinde hinaus gehen.

Die Kinderbetreuung findet in der Krabbelgruppe, im Kindergarten, in der Grundschule und in den etlichen Sparten des Sportvereins statt. Für eine betreute Grundschule fehlte bislang ausreichendes Interesse der Eltern. Es werden aber zum Schulbeginn jährlich die nötigen Abfragen gestartet, in der Hoffnung, die Betreute Grundschule endlich einrichten zu können. Ebenso bietet die AWO Ferienfahrten an und die Bredenbeker Kinder haben die Möglichkeit, den Ferienpass der Stadt Kiel zu nutzen. Zu den gleichen Konditionen wie die Kieler Kinder. D.h. für die Kinder kostet der Pass 6 DM und ein Programm 1 DM. Die Gemeinde übernimmt die Differenz in Höhe von 39 DM. In den vergangenen Jahren nutzten 10 bis 15 Kinder jährlich die Möglichkeit.

Ganz neu im Bereich der Weiterbildung ist die Möglichkeit für die Grundschulkinder, englisch in der Schule zu lernen. Parallel dazu wird nachmittags ein Englischkurs in den Räumen des Pflegedienstes angeboten. Dieser Kurs spricht nicht nur Kinder sondern alle Altersgruppen an. Ein Mit-Auf- und Antrieb für den Besuch dieser Kurse ist zweifelsohne die Partnerschaft mit Walcott.

Im Juni 2002 wird die alljährliche Deutsch-Amerikanische Plattdeutschkonferenz in Bredenbek stattfinden. Diese Veranstaltung findet im jährlichen Wechsel in Amerika und Deutschland statt.

Der Spielplatz wird zur Zeit unter Mitwirkung der Eltern und Kinder überplant und dann in einer Gemeinschaftsaktion "renoviert".

Jeder Neubredenbeker und jede Neubredenbekerin erhält bei der Anmeldung im Amt Achterwehr (das für uns zuständige Einwohnermeldeamt) einen Straßenplan und die wichtigsten Telefonnummern ausgehändigt.

Die Schule wird langfristig ihr ursprüngliches Aussehen zurück erhalten. Ein erster Schritt wurde beim Erneuern der Fenster getan. Auch wurde der alte und nicht mehr funktionierende Blitzableiter durch neuen Blitzschutz ausgetauscht.

In Bredenbek herrscht eine sehr liberale Bebauungsvorschrift, allerdings darf die Dachneigung nur zwischen 8° und 48° liegen und ebenso darf nur eingeschossig gebaut werden. Der zu pflanzende standortgerechte Baum auf jedem Neubaugrundstück ist schon seit längerer Zeit satzungsmäßig gefordert.

In Bredenbek wurde nie angestrebt, in einem Einheitsstil zu bauen, d.h. Vorgaben für Klinker- und Ziegelfarbe oder Vorgabe der Dachformen wurden nicht gemacht. Deshalb können in Bredenbek alte und neue Häuser und Formen und Materialien nebeneinander stehen und bestehen.

Der Mulch der jährlichen Schredderaktion wird auf alle gemeindeeigenen Flächen verteilt, um unnötigen Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln überflüssig zu machen.

Der Landschaftsplan (1995-98) dient als Grundlage für alle jetzigen und kommenden F-Pläne und B-Pläne.

 

 

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